outfits ➩ location ➩ editing

bloomingveins-hm-grunge

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Get the look:
Sonnenbrille – Fizzen’14⎟Choker,Strumpfsocken & Ketten – Brandy Melville’17⎟Pullover – Zara’17⎟Jeans – H&M’17⎟Sneaker – Metro Boutique’17

Hey! Nach den letzten, eher etwas nachdenklicheren Themen habe ich mir gedacht, heute mal über etwas ganz anderes zu berichten; nämlich, wie ich mich überhaupt erst für einen Blogpost vorbereite. Dazu gehört das Zusammenstellen eines Outfits, das Aufsuchen einer passenden Location & schliesslich die Bildbearbeitung für den Blog & meine Social Media Seiten. Der Aufwand, der sich dahinter verbirgt, wird gerne unterschätzt. Das sind meistens Personen, die sich gar nicht mit dieser Materie befassen & somit auch keine belegbaren Anhaltspunkte haben, um das Gegenteil behaupten zu wollen. Für ein Shooting benötige ich im Durchschnitt etwa 20 – 45 Minuten – je nach Wetter, Location & natürlich meiner individuellen Vorstellung wie die Fotos am Ende aussehen sollen, aus welchem Winkel fotografiert wird & welche „Posen“ ich anwenden möchte. Die Bildbearbeitung beansprucht ca. 10 Minuten. Für einen Text muss ich dann schon 2-3 Tage einrechnen, wobei ich einen Beitrag auch mal auf eine ganze Woche aufteilen muss – aus zeitlichen Gründen, denn bloggen ist nicht mein Beruf. Es gibt nunmal Themen die mehr Zeit in Anspruch nehmen als andere, da die angesprochenen Sichtweisen komplexer & schwieriger niederzuschreiben sind. Ist der Hauptteil geschafft, geht es an die „Promotion“ auf Social-Media; das Teilen in den Facebook-Gruppen & auf der eigenen Facebook-Seite, auf Instagram, Insta-Stories, Snapchat usw. Auch da vergehen wieder einige Minuten bis der Post endgültig abgeschlossen ist, aber fangen wir doch von vorne an:

➩ ASSEMBLE AN OUTFIT

Ich starte immer zuerst mit der Idee eines Looks. Hier verlasse ich mich auf meinen Geschmack, mit etwas spontaner Intuition. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die ich stets bei meiner Auswahl beachte – unbewusst. Der Fokus liegt bei mir entweder auf dem Oberteil oder auf dem Unterteil, beides steht nie im Vordergrund. Zu diesen Hosen hier mit den Stickereien, hätte ich mir jetzt zum Beispiel kein gemustertes Oberteil ausgesucht, weil mir das zu unruhig wäre. „Würdest du auch so rausgehen?“ ist sozusagen mein Motto bei der Zusammenstellung eines Outfits, weshalb ich die Kombinationen auch nie bis ins Detail plane. Einmal habe ich meine neuen Ringe „vergessen“, ein anderes Mal hätte ich passendere Socken anziehen können & ein weiteres Mal dachte ich nicht daran, meine Tasche zu wechseln. Alles unwichtige Kleinigkeiten, die – wenn sie mich wirklich so extrem gestört hätten – auch geändert worden wären. Aber ich trage im Alltag nunmal nicht 10 Ringe an jeder Hand, ich liebe es unpassende Socken zu tragen & ich hasse es wirklich, ständig meine Taschen umzuräumen. Hier also mein 1. Tipp: Man sollte seine Persönlichkeit nicht an den Blog anpassen & dabei vergessen, „echt“ zu sein.

Beim Shoppen an sich, folge ich keinem bestimmten Schema. Uns gefällt logischerweise das, was wir bereits zuhause haben – sprich, ähnliche bis sehr ähnliche Kleidung. Ich schaue es mir vielleicht an (schauen darf man ja), hänge es dann aber wieder zurück. Es kann auch vorkommen, dass ich ein bestimmtes Teil immer & immer wieder durch meine Finger gleiten lasse & mir denke: „Ey, du schon wieder!“ Muss ich bei einem Kleidungsstück aber zu lange nachdenken, kaufe ich es nie. Denn würde es mich wirklich so stark umhauen wie zuerst gedacht, hätte ich es mir ja schon längst gekauft. Logisch oder? Mir gefallen viele Sachen, am Bügel & auch an anderen Leuten & trotzdem würde ich mir das eine oder andere Teil niemals zulegen – weil ich ganz genau weiss, dass ich es nicht anziehen werde. Ich kaufe nicht etwas, nur weil es vielleicht schön aussieht & ich noch nichts vergleichbares besitze. Für einen einzigen Tag etwas auf Social-Media präsentieren & euch dabei die grosse Liebe vorheucheln, um es dann gleich wieder in eine Ecke zu schmeissen? Nie könnte ich in ein Geschäft reinlaufen & mir nur etwas kaufen, weil es in mein Blog-Konzept passt. Dafür liebe ich Mode viel zu sehr.

➩ THE MATCHING LOCATION

Steht das Outfit fest, geht es auf die Suche nach der passenden Location. Hierbei greife ich entweder auf bereits vertraute Plätze zurück oder ich entscheide spontan. Gehe ich zum Beispiel am Wochenende mit einer Freundin in die Stadt, verlege ich das „Shooting“ auf diesen Tag. Denn eine Stadt bietet nochmals eine grössere Location-Auswahl, was ich persönlich sehr gerne mag. Jedes meiner Outfits wird an einem anderen Ort fotografiert, da alleine schon die Umgebung sehr viel zum Endresultat beitragen kann. 99% meiner Fotos entstehen jedoch dann, wenn ich mit meiner Mutter unterwegs bin; meistens während kleinen Besorgungen an einem Samstagmorgen. Ich versuche die Location auf mein Outfit abzustimmen & dabei auf Farbe & Atmosphäre Rücksicht zu nehmen. Bei diesen Fotos war ich, bis auf die roten Rosen-Stickereien, ganz schwarz gekleidet & entschied mich deshalb für einen aufregenden & bunteren Hintergrund; wie dieses rosarote Garagentor. Der Kontrast von meinem Pullover zu den wirren Zeichnungen & den unterschiedlichen Schriften wird hierbei stark verdeutlicht. Es entsteht eine genaue Abgrenzung zu dem, was am Ende im Vordergrund steht & was bloss seinen optischen Zweck erfüllt. 

Tipp Nummer 2: Sucht nicht zu weit! Schöne Plätze sind nicht erst nach 2 Stunden mit der Bahn auffindbar. Ihr müsst kreativ sein & euch für eine Umgebung entscheiden, welche die Message eures Looks widerspiegelt. Auch der Wochentag und die Zeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Ich fotografiere meistens am Wochenende, wenn wie hier z.B. das Schulgelände so ziemlich leer gefegt ist. Gerade auf öffentlichen Plätzen kann das oftmals von Vorteil sein. Gleichzeitig ist auch viel weniger los & gestresste Passanten, die andauernd ins Bild laufen, können ebenfalls vermieden werden. Ganz wichtig: betretet keine privaten Grundstücke, abgesperrte Gebiete, stillgelegte Baustellen oder leerstehende Gebäude! Ja, diese Orte haben was, da geb‘ ich euch Recht. Aber kein Foto – so genial & perfekt es auch scheinen mag – ist es wert, plötzlich eine Anzeige am Hals zu haben oder sich dafür in Gefahr zu begeben. Ihr seid dann nicht automatisch „cool“ oder „bad“, auch wenn das inzwischen irgendwie alle krampfhaft sein wollen. Wir sind „nur“ selbsternannte Blogger & keine Models, für die einfach mal ein kompletter Stadtteil gemietet wird. 

➩ HOW I EDIT MY PICTURES

Anstatt mich ständig nach jemandem richten zu müssen, um dann auf Knopfdruck Leistung abzugeben, entschied ich mich lieber dazu komplett unabhängig zu bleiben. Ein unnötiger Druck, den ich für eine Leidenschaft – was ich freiwillig & gerne tue – nicht in Kauf nehmen möchte. Zudem konnte ich es mir nie leisten, einfach mal ganze Tage für externe Shooting-Termine freizunehmen. Ich war schon immer alleine für die einzelnen Abläufe zuständig & das mit einer ganz einfachen & unkomplizierten Methode. Wer mich nämlich schon länger verfolgt weiss bereits, dass ich jedes Foto mit meinem I Phone schiesse. Das liegt daran, dass ich mein Handy immer dabei habe & sich somit alle – für mich – notwendigen Einstellungen auf nur einem einzigen Gerät befinden, wodurch ich auch überhaupt kein Equipment mit mir herumtragen muss. Für die Bearbeitung verwende ich dementsprechend nur Handy-Apps & zwar diese beiden: „vscocam“ & „afterlight„.

Als erstes öffne ich das gewünschte Foto in der „vscocam„-App & wähle zwischen dem Filter A6 oder HB2. Manchmal verringere ich die Stärke des Effekts, den Lichtverhältnissen entsprechend. Das Selbe gilt für die Beleuchtung, Farbsättigung & den Kontrast – da gibt es bei mir keinen identischen Ablauf. Ich bearbeite eigentlich immer nach Gefühl. Ist das Foto mit dem gewünschten Effekt festgelegt, wechsle ich zur App „afterlight„. Je nach Look & Location wähle ich die Option „GRAIN“, auch hier ändere ich nichts an der Intensität. Diesen Effekt habe ich übrigens auch bei diesen Fotos angewendet. Es sind diese kleinen „Körnchen“, die das Bild gebraucht & älter aussehen lassen. Einen ähnlichen Effekt gibt es bei „vscocam“ mit einer etwas gröberen Körnung, die ich fast noch lieber benutze. Dort belasse ich die Stärke bei 6 von insgesamt 12. Dann gehe schon zu meinem bereits letzten Bearbeitungs-Schritt über; „SHARPENING“ – der Schärfung. Diese Einstellung wird ohne Ausnahme bei jedem meiner Fotos angewendet, denn diese Schärfung hebt sozusagen die einzelnen Kanten & Linien hervor & verringert dadurch die „milchig verschwommene“ Auflösung. Die Schärfe stelle ich auf 44. Ich würde hier jetzt wirklich gerne eine nachvollziehbare Begründung anhängen – aber es gibt keine. 44 ist bloss meine Lieblingszahl, buhu.

Ich will nicht, dass meine Fotos nicht wie Magazin-Fotos aussehen – auch wenn ich die nötigen Werkzeuge für solche Resultate stets griffbereit habe. Es ist & bleibt einfach nicht mein Stil. Vielleicht konntet ihr aber trotzdem ein paar Tipps aus diesem Post entnehmen, oder ihr habt sogar etwas ganz anderes erwartet. Das Kommentarfeld steht euch auf jedenfall offen! Letztendlich ist alles Geschmacksache, so let’s chill. Auch bei der Wahl einer Location gibt es kein richtig oder falsch & somit auch keine wirklichen Tipps & Tricks. Das Selbe bei der Bearbeitung eurer Bilder & für die Präsentation eures Outfits. Am Ende müsst ihr nur die richtigen Tools finden, damit ihr eure Vorstellungen wie gewollt umsetzen könnt – ob am PC oder am Handy. Erst dann verspürt man dieses Gefühl von Zufriedenheit, was euch gerade in der Blogger-Szene nur weiterbringen kann. 

 Wie bearbeitet ihr eure Fotos?
Benutzt ihr immer die gleiche App / das gleiche Programm?


 Wir hören uns, Tatjana

3 Kommentare

  1. Jaaa! Beim ersten Punkt bin ich sowas von d’accord, genau das ist mir bei meinen Outfits das Allerwichtigste, dass sie meiner Realität entsprechen! Deswegen​ werde ich wohl für immer auf Stilettoabsätze verzichten müssen, 😀 finde es auch sehr schade, dass es inzwischen immer weniger Blogs (von Instagram will ich nicht anfangen) gibt, bei denen man das findet.
    Bei der Location hätte ich gerne die Chance auf mehr Auswahl, aber da ich alle meine Fotos mit Stativ und Fernlöser selber schieße, ist die weiße Wand in meinem Hinterhof einfach die bequemste Location. Wäre aber nicht drauf gekommen, dass deine Bilder alle mit dem iPhone geschossen sind, die Qualität ist echt mega!

    Liebst Jules

    • bloomingveins

      Hallo Jules! Du sagst es, bei diesen Korsett-Gürtel & diesen für meinen Geschmack zu übertriebenen Rüschen-Pullovern muss ich jedoch auch gleich passen. Das ist mir auch schon aufgefallen. Es ist vieles auf einmal so „abgefahren“ & „speziell anders“. Einerseits finde ich diese Entwicklung gut, anderseits inspirieren mich aber nur die Looks, die – für mich persönlich – tragbar sind. Aber wer definiert was tragbar ist? Mode wird immer komplizierter 😀

      Mir gefällt deine Location sehr! Es ist mir bei anderen Bloggern auch nicht so wichtig, wo die Fotos gemacht wurden. Es geht mir ja um das Outfit & um den Content. Ist mir die Person sympathisch, könnte sie auch einen Handstand machen & ich würde es feiern! 🙂

      Ja, das haben mir schon einige geschrieben & ehrlich gesagt bin ich selbst auch immer wieder überrascht von der Qualität . Es war zuerst nur ein testen, da ich meine Spiegelreflex nicht ständig mitschleppen wollte. Aber das Resultat hat mir dann so gut gefallen & Zeit & Aufwand habe ich auch noch gespart – also bin ich dabei geblieben.

      Liebe Grüsse an dich.

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